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Jan Wischnewski – gesund durch den Tag

Jan Wischnewski ist nicht nur Koch und Food-Designer, sondern auch Fotograf von Food-Bildern und Gesundheitskochbüchern. Seine Leidenschaft für gesundes Kochen kommt nicht von ungefähr: Als Betroffener einer chronischen Erkrankung weiß er aus eigener Erfahrung, wie positiv sich eine angepasste Ernährung auf die Darmgesundheit und das allgemeine Wohlbefinden auswirken kann. Er setzt auf vollwertige Lebensmittel, wenig rotes Fleisch, unraffinierten Zucker und fermentierte Produkte. Sein Ziel: Gesunde Ernährung ohne Verzicht, aber mit Genuss – alltagstauglich und voller Geschmack!

 

Jan, was fasziniert dich besonders am Thema „Gesundes Kochen“?

Für mich ist „Healthy Cooking“ weit mehr als nur ein Ernährungstrend. Es geht darum, durch die richtige Ernährung Körper und Geist positiv zu beeinflussen. Ich bin selbst von einer chronischen Erkrankung betroffen, bei der die Darmgesundheit und das Mikrobiom des Darms eine große Rolle spielen. Dadurch kenne ich mich recht gut damit aus, was die Darmgesundheit fördert oder wie man das Darmkrebsrisiko durch Ernährung senken kann. Auch weiß ich aus eigener Erfahrung, wie stark eine angepasste Ernährung Symptome verbessern oder sogar so weit zurückdrängen kann, dass sie im Alltag kaum noch spürbar sind.

 

Porträt Jan Wischnewski

 

Das klingt beeindruckend. Du hast erwähnt, dass du ein Fan der „Ernährungs-Docs“ bist und sogar Bücher für sie fotografiert hast. Was fasziniert dich an deren Ansatz?

Die „Ernährungs-Docs“ zeigen eindrucksvoll, wie gezielte Ernährung bei Krankheiten helfen kann. Sie vermitteln auf verständliche Weise wissenschaftlich fundierte Konzepte und geben den Menschen konkrete Werkzeuge an die Hand. Genau das ist auch mein Ansatz beim gesunden Kochen: Es geht nicht um Verzicht, sondern darum, gezielt Nährstoffe aufzunehmen, die dem Körper guttun.

 

Was sind für dich die wichtigsten Grundsätze des gesunden Kochens?

Für mich gibt es einige Grundsätze, die das Fundament von „Healthy Cooking“ bilden. Dazu gehört, wenig rotes Fleisch zu essen und vor allem auf hoch verarbeitetes Fleisch zu verzichten. Ich bevorzuge Geflügel oder pflanzliche Proteinquellen. Außerdem setze ich auf Zubereitungsmethoden wie Dünsten oder Dämpfen, anstatt häufig zu grillen. Und ganz wichtig: Zucker, insbesondere raffinierter Zucker, sollte nach Möglichkeit vermieden werden – stattdessen nutze ich unraffinierte Alternativen.

 

Gibt es weitere wichtige Bausteine für eine gesunde Ernährung?

Absolut! Ich empfehle, öfter mal vegan oder vegetarisch zu essen und zwei „Fischtage“ pro Woche einzuplanen, um von den gesunden Omega-3-Fettsäuren zu profitieren. Vollkornprodukte sind ebenfalls ein Muss, da sie reich an Ballaststoffen sind und die Darmgesundheit fördern. Zudem backe ich gerne selbst und reduziere den Zuckeranteil in Rezepten oder lasse ihn ganz weg.

 

 

Das klingt alles sehr durchdacht. Du legst auch großen Wert auf fermentierte Lebensmittel und selbst hergestellte Milchprodukte. Warum?

Fermentierte Lebensmittel wie selbstgemachter Kefir oder Sauerkraut enthalten aktive Kulturen, die das Mikrobiom des Darms stärken. Eine gesunde Darmflora ist essenziell für das Immunsystem und das allgemeine Wohlbefinden. Gerade bei chronischen Erkrankungen kann das einen großen Unterschied machen.

 

Wie stehst du zu Fetten und Kohlenhydraten – beides ja oft umstrittene Themen?

Ich setze auf ungesättigte Fettsäuren aus Nüssen und Samen, die man vielseitig einsetzen kann – sei es im Salat, im Müsli oder als Snack. Was Kohlenhydrate angeht, bevorzuge ich gesunde Varianten wie Quinoa, Haferflocken und Hülsenfrüchte. Sehr spannend finde ich auch das Konzept der „Resistenten Stärke“. Das bedeutet, dass man Kartoffeln, Nudeln oder Reis vom Vortag verwendet. Das reduziert den glykämischen Index – je geringer der glykämische Index, desto weniger und langsamer steigt der Blutzuckerspiegel an – und fördert die Darmgesundheit.

Was gehört für dich auf keinen Fall in eine gesunde Ernährung?

Ganz klar: Softdrinks, Süßigkeiten und stark verarbeitete Snacks wie Chips. Sie enthalten nicht nur viel Zucker und ungesunde Fette, sondern auch zahlreiche Zusatzstoffe, die weder der Gesundheit noch dem Wohlbefinden zuträglich sind.

 

Das klingt alles sehr überzeugend. Wie schafft man es, diese Prinzipien im Alltag umzusetzen?

Planung ist das A und O! Wer seine Mahlzeiten im Voraus plant und vorbereitet, kann gesunde Entscheidungen treffen und spart gleichzeitig Zeit. Außerdem rate ich dazu, nach und nach kleine Veränderungen einzubauen, anstatt alles auf einmal umzustellen. So bleibt man motiviert und entwickelt gesunde Gewohnheiten, die langfristig Bestand haben.

 

Vielen Dank für die spannenden Einblicke! Es war sehr inspirierend zu hören, wie viel Einfluss die Ernährung auf unsere Gesundheit haben kann.

Sehr gerne! Ich hoffe, ich konnte einige motivieren, gesunde Ernährung kreativ und genussvoll in ihren Alltag zu integrieren.

 

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